Visualisierung

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Visualisieren Sie Ihre Aussagen zusätzlich noch durch optische Hilfsmittel wie Displays, Plakate, Bilder, Folien oder Modelle. ,,Visualisierung” bedeutet, sich etwas Abstraktes als Bild vorzustellen, so dass es einem ,,vor Augen steht”. Reden ist Silber, zeigen ist Gold !

Wenn Sie eine Sache nur in Worten beschreiben, dann kann sich die rechte Gehirnhälfte kein Bild machen. Diese einkanalige Botschaft wird oft nicht verstanden und meistens auch nicht dauerhaft abgespeichert. (Das Kurzzeit-Gedächtnis und die Informations-Menge setzen natürliche Grenzen !)

Schritte der Visualisierung:
1. Welche Informationen sollen visualisiert werden ? (Zerlegen Sie Ihre Botschaft in gehirngerechte Häppchen !) Informationen auswählen !
2. Was ist das Wichtigste für meine Aussage ? Inhalt reduzieren !
3. Was ist die geeignete Darstellungs-Form für meine Aussage ? Reduzierten Inhalt darstellen !

Beachten Sie dabei folgende Grund-Regeln:

· Inhalte gehen vor Show. (Aber um die Botschaft zu vermitteln, brauchen Sie oft eine wirkungsvolle Show.)
· Wichtig ist die Übersichtlichkeit der Präsentation.
· Nutzen Sie optische Anker-Reize. (Symbole, Unterstreichungen, Kästchen etc.)
· Vollständig ist etwas, von dem man nichts mehr weglassen kann.
· Lieber keine als eine schlechte Visualisierung.
· Und vor allen Dingen geben Sie sich Mühe, gestalten Sie mit Liebe zum Detail !

Hermann Scherer, erfolgreicher Management-Trainer und Autor, schreibt in seinem Buch ,,Die Sprache des Erfolgs” folgendes über die Visualisierung: Oftmals hängen Entscheidungen davon ab, wie sehr unser Gegenüber davon überzeugt ist und wie wertvoll oder kostenintensiv das Vorgehen für den jeweiligen Partner ist.

Um komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar und verständlich zu machen, ist es notwendig, diese durch mehrere Faktoren (das Aufteilen von Summen, die Zergliederung von Argumenten) in Einzel-Segmente zu zerlegen. Das ist für den Lern- und Verständnis-Prozess des Zuhörers entscheidend. Ohne eine sinnvolle
Aufgliederung einzelner Argumentations-Bestandteile beziehungsweise Preis-Segmente können Ihre Zuhörer nicht folgen ­ insbesondere bei Preis-Gesprächen.

Durch visuelle Unterstützung können Qualität und Wirkung Ihrer Präsentation nachhaltig verbessert werden. Dabei ist Visualisierung darauf ausgerichtet, bestimmte Inhalte Ihrer Präsentation in Bildform darzustellen.

Wozu visualisieren ?
Eine zielgerichtete Visualisierung erleichtert Ihnen:

Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken und zu erhalten, die Kern-Botschaft Ihrer Präsentation nachhaltiger zu verankern, Ihren Zuhörern eine ,,Gedächtnis-Stütze” zu bieten, den Bezug-Rahmen und die innere Struktur Ihrer Ausführungen zu verdeutlichen, Zusammenhänge besser herzustellen, sprachliche Ausführungen verständlicher zu machen, konkrete Realität abzubilden, zu symbolisieren und zu
simulieren, kompetent und professionell aufzutreten, komplizierte Vorgänge und Prozesse zu erklären, wichtige Aussagen hervorzuheben.

Emil Hierhold schreibt in seinem Buch ,,Sicher präsentieren- wirksamer vortragen”:

Eine Studie, die am Wharton Institute for Applied Research der University of Pennsylvania durchgeführt wurde, beweist eindringlich, wie wichtig der Einsatz visueller Hilfsmittel ist, bei gleichem sachlichem Inhalt !

· Bei Einzel-Entscheidungen siegt der Präsentator, der visuelle Hilfsmittel verwendet, in 66% der Fälle.
· Bei Gruppen-Entscheidungen in 72% der Fälle.
· Der Einsatz visueller Hilfsmittel erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung von 58% auf 79%.
· Visuelle Hilfsmittel verkürzen die durchschnittliche Länge der Konferenz um 28%.

Zusätzlich wirkt der Präsentator nicht nur überzeugender, sondern ­ laut Befragungs-Ergebnis ­ Glaubwürdiger, sicherer und besser vorbereitet. Alles gute Gründe, sich nicht nur auf das Wort zu verlassen.

Diese Ergebnisse wurden durch eine weitere Studie der University of Minnesota erhärtet und sogar erweitert: Die Überzeugungskraft ein und derselben Präsentation erhöht sich bei Einsatz visueller Hilfsmittel um 43% !

Bildhaft vermittelte Inhalte werden besser vermittelt als konkrete oder abstrakte Wörter, und zwar sowohl kurzfristig als auch langfristig. Diese Wirkung gilt für einfache wie auch für komplizierte Inhalte.

Was soll ich visualisieren ?
Bevor Sie die Charts gestalten und den Ablauf optimieren, ist zu überlegen, was sie visualisieren wollen. Mindestens sollten Sie an den Stellen visualisieren, wo neue, wichtige und schwierige Sach-Zusammenhänge vorgestellt werden und wo eine Visualisierung aus dramaturgischen oder psychologischen Gründen geboten
erscheint. Die erarbeiteten Kern-Informationen geben Ihnen zusammen mit der Gliederung Ihrer Präsentation ein praktikables Raster, mit dem Sie die Bildschirm-Inhalte festlegen können.

Mögliche Charts im einleitenden Teil

Titel-Folie:
Sie beinhaltet Thema, Name des Referenten, Ort und Datum. Je nach Szenario können diese Elemente ergänzt werden durch den Namen des Kunden, Firma und ,,Herzlich willkommen !”

Chart mit einem ,,Aufhänger”:
Für die Visualisierung bieten sich zum Beispiel Cartoons, Sinnsprüche oder Zitate an, die einen thematischen Bezug haben.

Mögliche Charts im Haupt-Teil
Lassen Sie sich auch hier bei der Gestaltung der Bildschirm-Inhalte von dem gesamten Spektrum multimedialer Möglichkeiten inspirieren. Je nach Thema, Ziel und Struktur-Plan des Haupt-Teils kommen recht unterschiedliche Inhalte für die Visualisierung in Frage. Bei Kunden-Präsentationen verdienen die folgenden
Punkte besondere Aufmerksamkeit:

Kern-Kompetenzen und Referenz-Objekte,
Produkt-Palette im Überblick,
Positionierung des Unternehmens am Markt,
Leitbild, Ziele und Strategie des Unternehmens,
Der besondere Nutzen und Zusatz-Nutzen für den Kunden,
Wesentliche technische und sonstige Produkt- Merkmale,
Reale und geplante Prozess-Abläufe,
Operative Schritte im Falle der Zusammen-Arbeit,
Forschungs-Ergebnisse,
Zahlen, Statistiken, Trends,
Zahlen-Werke, die während der Präsentation zu verändern sind,
Video-Clips zum Beispiel zur Firma, zu Referenz-Objekten oder zu neuen Technologien.

Mögliche Charts im Schluss-Teil

Fazit (Text-Chart mit den 4 bis 5 Highlights/Kern- Aussagen),
Ausblick/Appell,

Als Einstieg in die Diskussion:
Text-Chart ,,Welchen Fragen sind entstanden ?” oder Chart mit Firmen-Logo im Zentrum der Folie.

Achten Sie bei der Auswahl und Entwicklung der Charts insbesondere auf drei Aspekte:

1. Sind die Bilder wirklich geeignet, Ihre Kern-Botschaft zu visualisieren ?
Passen die Bilder zur Erwartungs-Haltung und zu den Vor-Kenntnissen des Zuhörer-Kreises ?

2. Inwieweit sind die Bilder in der begrenzten Präsentations-Zeit zu vermitteln ?

Merke: Der Mensch ist ein ,,Augentier”. Er nimmt 75% aller Informationen über die Augen auf !

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