Kuriose Geschäftsideen – Teil 1

Zum Schmunzeln und staunen und als Anregung zum finden eigener Ideen

Die hier aufgelisteten Geschäftsideen sind zum teil sehr kurios, jedoch um nicht weniger erfolgreich als andere, herkömmliche Geschäftsideen mit welchen Menschen ihr Geld verdienen.

Kfz-Eurot für Sammler

Einen besonderen Eurot hat sich ein findiger Auto-Fan erschlossen. Er sucht Autofriedhöfe auf und montiert mit Genehmigung der Besitzer Lampen, Hubkolben, Kühlerfiguren, Lenkräder, Felgen, Kilometerzähler und Armaturen von alten Autos ab. Daheim werden die Einzelteile gereinigt und auf Hochglanz gebracht. Anschließend bringt der Sammler seinen Reichtum in eine Angebotsliste ein und offeriert die Sachen über Kleinanzeigen. Erlöse von bis zu 100 Euro für Einzelstücke sind keine Seltenheit. Interessenten sind in erster Linie andere Sammler.

Geld mit Witze-CDs

Gute Umsätze macht ein Fußgängerzonen-Verkäufer mit folgender Geschäftsidee: Er bietet Witz- und Humor-Musik-CDs an und lässt auf einem batteriebetriebenen Kassettenrekorder jeweils eine Kassette mit den hübschesten Witzen laufen. Sein kleiner Stand ist ständig von Interessenten und Kauflustigen umlagert. Da Humor das Kaufinteresse anregt, die Witze jedoch für sich selbst sprechen, muss der Verkäufer kein einziges Wort reden und verdient doch gut dabei.

Beruf: Lautsprecher

Wie einst der sagenhafte Troja-Held Stentor hat der in Chester, England, lebende Tom Clarkson eine sonore, bis auf 300 Meter hörbare kräftige Stimme. Diese seine Stimme bringt ihm bares Geld ein: Wer immer etwas mitzuteilen hat – Sonderangebote, Amtsnachrichten, Klatsch oder Familienanzeigen – zahlt dem lebenden Lautsprecher für eine Stadtdurchsage fünf Euro. Da diese Art der Bekanntmachung allgemein beachtet wird, erhält der Mann mit der kräftigen Stimme laufend neue Aufträge und fährt recht gut dabei.

Geschäft mit der Schlaflosigkeit

Henry T. Watson aus Cleveland, USA, leidet an einer fast ständigen Schlaflosigkeit und verdient gut an ihr. Er verdingt sich bei medizinischen Forschungsstätten als einschlägiges Versuchsobjekt. Von den Honoraren für die Tests konnte er sich bereits ein eigenes Haus bauen. Watson ist ein lebendes Beispiel dafür, wie man selbst aus einem vermeintlichen Übel noch Nutzen ziehen kann. Allerdings würde es ein böses Erwachen geben, sollte er einmal einschlafen.

Seelentröster

Als Gesellschafter für einsame Frauen bietet sich ein Mann aus Hannover an. Trotz seiner nicht gerade zimperlichen Honorarforderung von 50 Euro pro Stunde hat er keinen Mangel an Kundschaft. Mit dreizeiligen Kleinanzeigen inseriert er in Tageszeitungen: “Sind Sie unglücklich? Dann rufen sie mich an!” Sogar von verheirateten Damen wird der Seelentröster ins Haus gebeten. Drei Monate, nachdem er diesen Job gestartet hatte, befanden sich schon über 100 Adressen in seiner Kundenkartei. Allerdings ist Sex in seinen Dienstleistungen nicht enthalten. Es geht um reine Aussprache- und Geselligkeitsbegegnungen.

Spezial-Kanarien

Gelbe Kanarienvögel, die richtige Lieder trällern, züchtet ein junger Mann in den USA. Vom River Kwai-Marsch bis zu klassischen Themen können die talentierten Vögel den Käufern Melodien auf Wunsch vorsingen. Die mit viel Mühe abgerichteten Tiere werden zum Preis von 200 Dollar pro Stück an Privatleute verkauft. Interessenten findet der Züchter per Zeitungsannonce.

Der Orangen-Verkaufs-Trick

In den Strassen einer Großstadt verkauften zwei Obsthändler Orangen. Der eine hatte viel zu tun, denn er verkaufte die gleichen Orangen, die sein Konkurrent anbot, zu einem erheblich günstigeren Preis. Während der eine Verkäufer gute Umsätze machte, konnte der Händler mit den höheren Preisen kaum etwas verkaufen. Der offensichtliche Preisvergleich trieb die Käufer stets zu den billigeren Orangen. Nach Feierabend allerdings teilten sich die beiden jedoch den Gewinn, denn sie waren Partner und animierten die Leute durch den Preisvergleich erst zum Kauf.

David – mal so, mal so

Ein Steinmetz in New Jersey, USA, hat seinen Umsatz erheblich gesteigert: Die von ihm ausgeführten Nachbildungen der berühmten David-Statue von Michelangelo bietet er mit dem Zusatz an: “Wahlweise mit oder ohne Feigenblatt”. Da die Geschmäcker verschieden sind, blüht das Geschäft mit und ohne Feigenblatt.

Rasenmääher

Das ist kein Druckfehler, sondern ein Hinweis auf einen Job, der vor einigen Jahren von einer geschäftstüchtigen Dame in Bonn gestartet wurde: Verleih von vierbeinigen Rasenmähern. Die Idee stammt von der Landwirtschafts-studentin Annette von Dorp, die für eine Mietgebühr von 10 Euro einen ganzen Sommer lang (von Mai bis Oktober) Schafe an Interessenten mit entsprechend grosser Rasen- oder Wiesenfläche abgibt. Die meisten Kunden nehmen gleich 3 bis 4 Schafe in ihre Dienste und lassen die Tiere dann an unzugänglichen Stellen grasen. Besonderes Interesse an der zunächst belächelten Geschäftsidee zeigten Elektrizitäts- und Wasserwerke, die auf ihrem Gelände oftmals keine Elektro-Rasenmäher einsetzen können. Bereits nach dem zweiten Jahr hätte die Gesellschaft für Schafverleih (Ippendorfer Allee 2c, 5300 Bonn) über 700 Schafe vermieten können.

Oldtimer-Band

Mit einer Sensation endete die Hot-Jazz-Konkurrenz in Chackers (Ohio, USA). Unter den 21 teilnehmenden Kapellen siegte die Band des städtischen Altersheimes. Das Durchschnittsalter der temperamentvollen Jazz-Veteranen beträgt 74 Jahre. Inzwischen haben sich weitere ältere Herrschaften an diesen Erfolg angehängt und verdienen allein schon durch ihr staunenswertes Alter in der Bevölkerung Anerkennung und manche harten Dollars nebenbei.

Tannenbaum-Vermietung

Eine Eurotlücke – zumindest zu den Weihnachtstagen – scheint ein Tankstellenbesitzer in Hannover entdeckt zu haben. Neben seinem Geschäft mit teurem Benzin vermietet er 200 Weihnachtsbäume mit Wurzeln. Mietdauer: mindestens l5 Tage. Der Mietpreis beträgt pro Tag bestimmt schon einen Euro. Die etwa 1,50 m grossen Bäume bringen einen guten Zusatzverdienst, da die Mieter die Bäume nach Weihnachten bequem wieder zurückgeben können.

Essen Sie ruhig – wir ändern Ihre Garderobe

Eine junge Serviererin in einem Cafe hatte schon des öfteren von Kunden und besonders von Kundinnen den Ausruf gehört: “Wenn ich das (den gebrachten Kuchen) alles esse, passen mir meine Kleider nicht mehr!” Das brachte sie auf eine nicht alltägliche Idee. Da sie gelernte Schneiderin war, bot sie einer besonders übergewichtigen Dame an, bei Bedarf ihre zu eng gewordene Garderobe zu ändern. Die Dame machte von dem Angebot Gebrauch, und schon hatte das Mädchen einen interessanten Nebenverdienst. Sie sprach mit dem Geschäftsinhaber, der diesen Gedanken so attraktiv fand, dass er einen Werbe-Slogan daraus machte. Unter dem Motto “Essen Sie sich bei uns ruhig satt. Wir ändern bei Bedarf Ihre Garderobe” hat das Geschäft eine erhebliche Umsatzverbesserung erfahren und die clevere Heimschneiderin einen lukrativen Nebenverdienst gewonnen.

Geld mit welken Blumen

Unzählige Blumengeschäfte und Gärtnereien leben von Blumen, die möglichst frisch sein sollen. Jetzt gibt es eine nicht alltägliche Verdienstidee mit solchen Gewächsen, deren beste Zeit eigentlich schon vorbei ist. Eine Washingtoner Firma bietet ihren Kunden den Service, lästigen Liebhabern einen völlig verwelkten Blumenstrauss zu schicken. Sie nimmt für diesen Dienst des Abwimmelns pro Auftrag ca. 15 bis 20 Euro und hat jede Menge zu tun.

Leihperücken

Einen sehr beliebten Service haben in Paris einige einfallsreiche Hotelbesitzer eingeführt. Dort stehen nämlich für Damen mit zerzauster Frisur eine ganze Reihe hübscher Leihperücken zur Verfügung. Der Geschäftsführer eines dieser Häuser bestätigt, dass viele Gäste eifrig Gebrauch von diesem Angebot machen. Besondes ältere Damen sehen durch die Perücken etwas jünger aus und sind gern bereit, zusätzlich ein paar Euro für ihre Leihfrisur zu bezahlen.

Bauernhof hinter Glas

Mehrfacher Millionär ist ein Landwirt aus Norddeutschland durch folgende Idee geworden: Auf seinem 200 Morgen grossen Musterhof kann das gesamte Vieh, bestehend aus 1500 Hühner, 140 Rindern, über 2000 Schweinen, einem Pferd und einer Reihe Kaninchen hinter Glasscheiben besichtigt werden. Der Eintritt zu dieser Tierschau kostet 2 Euro. Besucher sind meistens Eltern mit Grossstadtkindern, die Tiere ganz nahe sehen können, die sie zum Teil nicht oder nur vom Fernsehen her kennen.

Partner für Hunde

So komisch sich die Sache auch anhören mag, sie ist dennoch kein Scherz: In Paris gibt es tatsächlich seit einiger Zeit eine Heiratsvermittlung für Hunde. Für umgerechnet 125 Euro sucht ein Computer aus den gespeicherten Daten anderer Hunde den idealen Partner heraus. Sicher dürfte die Sache nur für besser betuchte Tierbesitzer interessant sein, dem Vernehmen nach verdienen die Hundevermittler jedoch nicht schlecht. Noch einen Schritt weiter ist man bereits in Japan. Dort gibt es sogar ein feudales Hundehotel. Tierfreunde zahlen für den Aufenthalt ihrer Lieblinge 400 Euro pro Tag. Dafür bekommen die Vierbeiner ein weiches Bett, einen Fernseher, werden kosmetisch behandelt und lernen Yoga! Der Clou des Hauses sind sogenannte Hundehochzeiten, die im Kimono ausgerichtet werden! Dass es in den USA Personen gibt, die vom Verkauf richtiger Hundeschuhe leben, hat sich vielleicht schon herumgesprochen, weniger bekannt dürfte hingegen wohl die Idee eines New Yorker Juweliers sein, der neuerdings auch Ohrringe für Hunde anbietet. Obwohl Tierschützer bereits wegen “Grausamkeit” dagegen protestierten, läuft das Geschäft gut.

Jagdschein für Dinosaurier

Ebenfalls aus New York kommt die Kunde von einem Mann namens Carleton Nash, der auf seinem Grundstück in Granby (Staat New York) Fussabdrücke von Dinosauriern gefunden hat. Da das Interesse seiner Mitmenschen an diesen prähistorischen Tieren riesig ist, kam er auf den Gedanken, Jagdscheine, oder besser gesagt: Grabe-Lizenzen zu verkaufen. Für 120 bis 1000 Euro können Interessenten im Garten hinter seinem Haus nach Dinosaurier-Spuren graben. Der Preis für die Erlaubnis richtet sich nach der Grösse der gefundenen Fussabdrücke.

Küchen-Malerei

Durch eine nicht alltägliche Verdienstidee schuf sich eine Kunststudentin die Grundlage zur Finanzierung ihres Studiums. Sie bemalte Küchenwände. Die per Kleinanzeige offerierten Arbeiten sind in der Regel nur simple, aber doch recht attraktive Figuren und Motive wie Hollandmädel in typischer Tracht mit Haube und Holzschuhen, im Arm einen Blumenstrauss und dahinter eine Windmühle. Sie hat aber auch noch eine Reihe anderer Motive parat, aus denen sich die Interessenten ihr jeweiliges Küchenmotiv aussuchen können. Als Handwerkzeug benötigt die junge Dame nicht viel mehr als ein paar nicht zu grelle Ölfarben aus der Tube, einige passende Pinsel und etwas Terpentin zum Verdünnen. Zunächst werden die Motive auf Papier gezeichnet und dann in Originalgrösse auf die Wand gepaust. Erst danach beginnt die Künstlerin, ihre Werke farbig auszumalen. Mit etwas Übung schafft sie pro Tag eine Küche, je nach Anzahl der gewünschten Gemälde. Erst wenn das Gemälde fertig und trocken ist, wird es schliesslich noch mit einem matten Lackschutz überzogen, so dass die Bildwände später auch gereinigt werden können, ohne dass gleich das Gemälde darunter leidet. Statt der Papier-Pausmethode kann man ein Motiv auch per Dia-Projektor auf die Wand werfen und dann die Konturen nachzeichnen bzw. später farbig ausmalen.

Liebesbriefe mit Rente

Den Beruf des Liebesbriefschreibers üben allein im Staate New York, USA, 52 Personen ständig aus. In Los Angeles haben sich 26 Liebesbriefschreiber selbständig gemacht. Einige der hauptberuflich tätigen Schreibunternehmer geben sich mit nach Einkommen und Vermögen gestaffelten Erfolgshonoraren zufrieden. In einem Fall kassiert ein Schreiber 15 Dollar, wenn seine Worte einen Kunden (oder eine Kundin) nachweislich zum Traualtar geführt haben. Dazu kommt allerdings eine sogenannte Liebesbriefrente in Höhe von 10 Dollar für jedes aus dieser Ehe hervorgehende Kind. Diese Konditionen müssen vorher schriftlich anerkannt werden. Ein Liebesbriefschreiber aus Los Angeles kassiert für jedes vermittelte Eheglück 50 Dollar. Bei der Geburt jedes Kindes haben die Vermählten ihm dann noch einmal 30 Dollar zu zahlen. Trotz dieser nicht gerade kleinlichen Honoraransprüche floriert das Geschäft sehr gut.

Süsse Liebesbriefe

Speziell für Liebesbriefe ist ein Briefpapier gedacht, das in Havanna auf den Eurot gebracht worden ist. Das aus Zuckerrohrfasern hergestellte Papier kann den Empfänger gleich zweimal erfreuen: zuerst beim Lesen, dann sogar noch beim Verspeisen des zärtlichen Schreibens. Mit dieser Idee sollten auch in unserem Land gute Umsätze zu erzielen sein. Denkbar wären Briefpapiere mit einem zusätzlichen Erdbeer-, Himbeer- oder Waldmeistergeschmack.

Knöllchen-Idee

Der Amerikaner Ronald Weger ist über jedes Knöllchen (gebührenpflichtige Verwarnung oder Strafmandat für Autofahrer) erfreut, sofern es ein anderer bekommt. Er kassiert nämlich Prozente davon. Vor 30 Jahren meldete er die Urheberrechte für die US-Strafmandate an und ist seitdem am Bussgeldaufkommen beteiligt. Auf Befragen erklärte der Geschäftsmann: “Ich kann nicht klagen. Für mich sind die ,Knöllchen’ ein Bombengeschäft”.

Winke winke -Idee

Da auf Bahnsteigen immer wieder Abschiednehmenden nachgewunken wird, erfand ein findiger Kopf einen Automaten, der nach Einwurf einer Münze ein grellbuntes Taschentuch ausspuckt. Damit kann man seinen Freunden noch lange weithin sichtbar nachwinken. Der vorerst auf einem New Yorker Fernbahnhof stehende Automat erfreut sich regen Zuspruchs.

Kopfgeld

Ein regelrechtes “Kopfgeld” beziehen die Herren Ray Valine aus Carmel (USA) und Howard Clarke (England). Da sie eine spiegelblanke Glatze ihr eigen nennen, kamen sie auf die Idee, diese gegen entsprechende “Insertionskosten” an gut zahlende Firmen zu vermieten. Friseurläden, Restaurants und andere Geschäftsleute sind ihre Kunden, für die sie sich ihren Kopf mit Werbung beschriften lassen. Die Werbeflächen sind als Ganzes oder auch stückweise zu bekommen. Garantiert wird, dass die Glatzen-Werber eine ganze Woche lang sechs Stunden täglich von Menschen umlagert sind. Wenn es wirklich einmal regnet, wird ein Regenschirm aufgespannt, doch die Leute kommen trotzdem und bewundern die originellen Werbeflächen. Die beiden Männer kamen unabhängig voneinander gleichzeitig auf die Idee. Beide waren vorher arbeitslos und wollten mal wieder etwas verdienen.

Schuhputzer-Job

Nach altem Vorbild etablierte sich in Köln vor einiger Zeit wieder ein richtiger Schuhputzer. Der etwa 30jährige Mann ist stets freundlich und verlangt pro geputzte Paar Schuhe 1,50 Euro (bei weissen 2,- Euro). Da er alle 10 Minuten etwa einen Kunden abfertigt, kommt er auf einen Stundenlohn von ca. 9-10 Euro, oder bei acht Stunden auf 72 Euro. Bei Regen bleibt Rainer Honecker, der clevere Schuhputzer, daheim und beschränkt sich auf Tage, wo es nur Staub wegzuputzen gibt. Leider hat der fleissige Mann Kummer mit den Behörden, die ihm vorschreiben, dass er sich an die Ladenschlusszeiten zu halten hätte. Das bedeutet, dass er nach 18.30 Uhr, also wenn die Abendbummler kommen, nicht mehr tätig sein darf. Dieser Punkt muss also von Ort zu Ort und von Fall zu Fall geklärt werden, wenn man die nostalgische Schuhputz-Idee aufgreifen möchte.

Lukrativer Job als Handwaglfahrer

Eine Eurotlücke mit der Parklücke entdeckte ein geschäftstüchtiger Wiener. Gegen Vertrag und entsprechende Bezahlung hält er zu bestimmten Zeiten prominenten Personen mit einem Handkarren eine Parklücke auf Parkplätzen frei. Zu genau festgesetzter Zeit sorgt er dafür, dass einmal ein berühmter Sänger mit seinem Wagen an der Oper einen Parkplatz findet und kurz danach, wenn der Opernsänger seine Proben beendet hat, ein Beamter aus dem Ministerium zum Gabelfrühstück fahren kann und trotzdem seinen Parkplatz behält. So trabt er termingerecht von einer Parklücke zur anderen und stellt seinen Handwagen stets zur rechten Zeit in den freiwerdenden und später wieder benötigten Raum. Abgerechnet wird nach einer “Pauschale”, die mehrere Reservierungen enthält. Nach Angaben des inzwischen ca. 60jährigen Mannes musste er bereits Reservierungswünsche ablehnen, da er voll ausgebucht ist.

Kneipe für Entwöhnte

Ebenfalls in Wien hat ein Gastronom seine Umsätze dadurch verbessert, dass er für geheilte Alkoholiker einen besonderen Treff einrichtete. In seinem “Saftbeisl” können die Entwöhnten gemeinsam mittwochs, donnerstags und freitags Säfte, Kaffee und Tee trinken – Alkohol wird dann nicht ausgeschenkt. Ähnlich gute Resultate verzeichnen Gastwirte, die nikotinfreie Tage einführten. An diesen Tagen können die Nichtraucher sich einfinden, um ohne Tabaksqualm und triefende Augen gemütlich ein Bier oder einen Schnaps zu trinken.

Kinder-Gaststätte

In Mailand hat vor einiger Zeit ein Restaurant für Kinder eröffnet. Es trägt den schönen Namen “Tante Maria” und ist mit seinen extra niedrigen Bänken und Tischen ganz auf die kleinen Gäste zugeschnitten. Die Tapeten sind abwaschbar. Ausser selbstgemachten Nudeln und Pizzas gibt es in der Kinder-Gaststätte solche Speisen wie mit besonderen Leckereien getarnten Spinat. Die Begleitung der Erwachsenen ist lediglich zur Begleichung der Rechnung erwünscht.

Das Kaffee-Bad

Dass das Baden in Eselsmilch schön macht, wussten bereits die Damen im alten Rom. Nicht bekannt dürfte dagegen die Tatsache sein, dass man neuerdings auch in schwarzem Kaffee baden kann. Ein Mister Kichimatsu Baba, Besitzer des Koso Sauna Centers in Tokio, Japan, wirbt bei seinen Landsleuten mit dem Hinweis, dass es sehr gesund sei, in heissem Kaffee zu baden. Aus diesem Grund werden von dem Badehausbesitzer zwei Swimming Pools mit über 60 Kubikmeter brasilianischem Kaffee aufgefüllt, der ständig mittels Dampf auf einer Temperatur von 60 Grad Celsius gehalten wird. Ein Kaffee-Pool ist für Damen und einer für Herren bestimmt. Ob die Kaffee-Kur den Leuten wirklich gut tut, ist nicht bekannt. Mister Kaba jedoch kassiert für die Ehre, in seinem Kaffee baden zu dürfen, von ca. 100 Personen täglich je 10 Euro. Kein übles Geschäft.

Meerwasser mit Garantie

Vor einiger Zeit machte eine Nachricht die Runde durch verschiedene Tageszeitungen. Die Rede war von der Geschäftsidee des Versicherungskaufmannes Manfred Günter aus Oberursel. Der geschäftstüchtige Mann lässt nämlich seit einiger Zeit in grossen Tanklastzügen Original-Meerwasser von der Costa Brava anfahren und in deutsche Swimming Pools umfüllen.

Geld mit Mäusemilch

Der Ausspruch, dass man Mäuse nicht melken könne, weil man keinen Melkeimer darunterstellen kann, ist widerlegt. Der Magdeburger Mäusezüchter Helmut Beck hat eine Miniatur-Melkmaschine entwickelt, mit der er seinen Mäusemüttern Milch abzapft und für wissenschaftliche Zwecke verkauft. Der Preis für einen einzigen Liter soll enorm sein – wie man sich denken kann.

Rent a Ziege

Bauern aus dem Bayerischen Wald haben ein besonderes Verfahren, um Gäste anzulocken und sich einen Zusatzverdienst zu schaffen. Sie vermieten für die Urlaubszeit auf ihrem Bauernhof ihre Ziegen und Kälber an Grossstadtkinder, die sie in den Tagen ihres Besuches versorgen dürfen. Die lieben Kleinen und ihre Eltern nehmen den Bauern dann die Arbeit mit den Tieren ab und zahlen dafür noch einen Extra-Obolus. Das erinnert an jenen einfallsreichen Strassengeiger, der für eine Euro dem Spender erlaubte, bei seinem Geigenspiel zu dirigieren! Es soll bereits Kleinbauern geben, die ihre Enten, Hühner und Kaninchen an Grossstadtmenschen verleihen.

Schuhmacher auf Rädern

Nach den Büchern auf Rädern und dem Gemischtwarenladen auf Rädern haben sich in den USA bereits einige Schuhmacher etabliert, die auf Anruf zu ihren Kunden fahren und dort an Ort und Stelle die abgetretenen Schuhe reparieren. Einer der ersten war wohl Roberto Herrera aus San Jose in Kalifornien. Er kaufte sich einen alten Transporter, lud all seine Schuster- Utensilien darauf und bediente seine Kunden daheim. Nachdem sich die Sache herumgesprochen hatte, bekam Roberto bereits in den ersten Wochen 250 Anrufe pro Tag von Leuten, die eine “Schuh-Panne” hatten.

Katzen-Sitter

Katzenbesitzer, die ihre Lieblinge einmal in der Grossstadtwohnung allein lassen müssen, können sich in New York jetzt per Telefon eine junge Dame namens Margaret Hogan ins Haus holen. Gegen 10 Dollar pro Stunde füttert und bürstet sie die Tiere, spielt mit ihnen und sieht auch nach Anzeichen von Krankheiten. Dem Vernehmen nach versorgt sie bereits einen Kundenkreis mit einigen hundert Tieren.

Schnellreparatur für Junggesellen

Einen Hilfsdienst für Junggesellen und alleinstehende Männer richtete Bob Price in Glendive, USA, ein. Gegen entsprechende Bezahlung werden in seinem Laden Hosen gebügelt, Strümpfe gestopft, kleine Näharbeiten durchgeführt und auch nur einfach Knöpfe angenäht. Bei diesem Geschäft machte der Initiator die Erfahrung, dass die meisten Kunden nicht wie erwartet Junggesellen sind, sondern in erster Linie Ehefrauen.

Predigten im Abonnement

Gegen eine annehmbare Gebühr versorgt Reverend Eric Thomas, Pfarrer an der anglikanischen Kirche St. Mary’s in der englischen Stadt Alverstoke, seine Kollegen mit Predigten. Für eine Zehn-Minuten-Predigt berechnet er etwa 1,50 Euro; das Monatsabonnement kostet 5,50 Euro plus Porto. Thomas entdeckte den Eurot vor einigen Jahren, als er eine Kopie seiner nächsten Predigt an einen Kollegen auslieh, der schnell eine brauchte. Das brachte ihn auf die Idee, in einer Fachzeitschrift einen “Predigtdienst” anzubieten. Nach eigener Schätzung hat er inzwischen fast 1500 Predigten an Kollegen abgesetzt. Zu seinen Kunden gehören auch Geistliche anderer Nationen und anderer Konfessionen.

Gewerbeschein-Verpachtung

Folgende Kleinanzeige erschien vor einiger Zeit in der Wiener Kronenzeitung: “Verpachte Gewerbescheine zu günstigen Bedingungen. Fusspflege, Friseur, Waren aller Art und Kreditbüro. Telefon. . .” Zweifellos ein interessantes Geschäft – wenn es erlaubt wird.

Hausfrauentorten vom Konditor

Der Pariser Konditor Poilane hat eine Eurotlücke entdeckt. Sein Angebot: “Täuschend echte hausgemachte Torten mit absichtlichen Fehlern”. Diese Torten sollen den Anschein erwecken, als seien sie von den Käuferinnen selbst gebacken worden.

BH-Pizza – Grösse 5

Der Restaurantbesitzer Jerry Hermann aus Evanston, Illinois (USA), konnte seinen Pizza- Umsatz in einem Jahr verdreifachen. Er verkauft seine Pizzas in BH-Formen, und zwar in drei Grössen. Womit wieder einmal die alte Weisheit bewiesen wäre, dass das Auge auch mitisst.

Zahnarzt-Idee

Voll eingeschlagen hat die Mode-Idee eines Zahnarztes aus Oakland, Kalifornien. Er verziert die Zähne seiner Patienten je nach Wunsch mit Glimmer, Glitter oder kleinen Sternchen. Einige der Kunden wünschten sich sogar winzige Schachbretter, Kameras oder Frösche. Der Preis für diese Extra-Dienstleistungen liegt um die 500 Euro.

Rent a Wife

In San Diego, an der amerikanischen Westküste, gibt es seit einiger Zeit nun auch die Ehefrau auf Miete. Ausgedacht hat sich die gewinnbringende Idee die 38-jährige Karen Donovan. Sie vermietet Frauen für alles, etwa um Reisende ins Theater oder ins Kino zu begleiten, die Wohnung aufzuräumen und zu kochen oder um den Einkauf zu besorgen. Die gemieteten Frauen springen aber auch ein, wenn sich ein Mann nur einmal aussprechen will. Sie unterscheiden sich von echten Ehefrauen nur dadurch, dass sie bezahlt werden: etwa 45 Euro die Stunde. Vor allem im Sommer, wenn zahlreiche echte Ehefrauen mit den Kindern verreisen, nehmen die in den Städten zurückgebliebenen Männer gern die Dienste der Frau Donovan in Anspruch. Eine Bedingung jedoch gibt es, und die muss jeder Kunde akzeptieren. “Sex ist beim Mieten nicht drin. Zärtlichkeiten und Liebe können nicht auf Knopfdruck geboten werden”, betont Frau Donovan.

Verdienst mit Heimaterde

Die von mir bereits vor Jahren aufgezeigte Geschäftsidee mit den Deutschen im Ausland wurde jetzt von einem cleveren Schwaben namens Peter Heimstadt aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Für 20 Euro Vorauskasse verschickt er ein Kilo echter deutscher Heimaterde “im Umtopf mit Schriftzug”. Ins Gespräch bringt er sich mit einer Anzeige im “Washington Journal”, in dem er seine Dienste anpreist. Eine Liste mit über 200 Anschriften deutschsprachiger Zeitschriften in den USA, Kanada und aller Welt erhalten Sie zum Preis von 60 Euro von Horst Ludwig Verlag, Jenseitsstr. 10, D 50127 Bergheim.

Gemälde-Leasing

Anscheinend in eine Eurotlücke ist ein Kölner Kunsthändler gestossen, der einige seiner Gemälde per Leasing anbietet. Die Preise für diesen Service liegen bei 3 Prozent des Kaufwertes pro Monat. Beispiel: Ein Gemälde mit einem Wert von 10’000 Euro kostet per Leasing 300 Euro im Monat. Nach 2 Jahren verringert sich dieser Leasingpreis auf nur noch 1,75 Prozent des Wertes. Nach Ablauf der Leasing-Frist kann das Gemälde auch zu einem Preis erworben werden, der bei 33 Prozent des Original-Wertes liegt. Die meisten Kunden sind Geschäftsleute, die repräsentieren wollen und die Leasing-Kosten auch noch von der Steuer absetzen können.

Friedhofs-Reiseführer

Am Grab der verstorbenen Schauspielerin Marilyn Monroe kam dem ehemaligen Kleindarsteller in Hollywood, Michael Chellel, die Idee mit dem Friedhofs-Reiseführer. Er verwirklichte seinen Einfall durch die Herausgabe einer Landkarte für Friedhofsbesucher, die im Umkreis von Hollywood alle Grabstätten der Kinohelden und -diven enthält. Inzwischen wurde dieser Landkartenführer durch einen richtigen historischen Wegweiser mit Lageplan erweitert. Auf ihm findet der interessierte Tourist folgende Eintragungen: “Peter Lorre, Mausoleum der Kathedrale ‘Alkoverr der Ehrfucht’, eingeäschert, unterste Reihe”. Oder den Hinweis auf den legendären Rudolfo Valentino: “Linke Seite, Nummer 1205″. So sind denn die pietätvoll registrierten letzten Ruhestätten von Tyrone Power, Cecile B. DeMille, Peter Finch, Clark Gable, Buster Keaton, Humphrey Bogart, Walt Disney, Errol Flynn und natürlich Marilyn Monroe sorgfältig aufgeführt und angegeben. Der Friedhofs-Reiseführer wird zu einem Ladenpreis von 5 Dollar angeboten und ist bereits eine Art Bestseller geworden. Inzwischen plant Chellel den Ausbau seines Geschäftes durch Sonderreisen mit dem Omnibus zu den schönsten Filmstargräbern.

Taxi-Gutscheine

Recht einträglich ist auch das Geschäft mit den Taxi-Gutscheinen, das sich Düsseldorfs Taxifahrer ausdachten. Sie werden zu je 10 oder 20 Euro an Party-Gastgeber verkauft. Wer verhindern will, dass seine Gäste sich alkoholisiert ans Steuer setzen, drückt ihnen nunmehr einfach einen oder mehrere dieser Gutscheine in die Hand und lässt sie mittels Benzindroschken heimwärts kutschieren.

Neu! Oldtimer-Pferde-Droschke

Noch vor einigen Jahren meinte der italienische Satiriker Nell Pisani: “Die Zukunft des Pferdes als Nahverkehrsmittel hat schon begonnen. Langfristig stehen wir vor einer Renaissance der motorlosen Pferdekräfte”. Was den Wienern und Innsbruckern ihre Fiaker sind, ist dem Autoschlosser und Hobbyreiter Ingo Framke seine achtjährige westfälische Kaltblut-Stute “Pfanni”. Sie wurde dazu auserkoren, das 1. Kölner Pferde-Taxi zu ziehen. Framke wartet mit seinem Gespann gegenüber dem Dom auf Kundschaft. Die Idee mit dem Pferde-Taxi stammt allerdings von dem Kölner Reitsport-Kaufmann Horst- Peter Beyer. Er schrieb an Stadtdirektoren und Gewerbeamt, um die Auflagen bezüglich Taxistand und Parkuhr zu klären. Nachdem die Kölner Beamten grünes Licht zu der Idee gaben, konnte der erste Droschken-Kutscher seine Fahrt aufnehmen. Kutscher Framke, der für Hafer-, Streu- und Schmiedekosten aufzukommen hat, verlangt pro Stunde 20 Euro, egal wieviel Personen mitfahren. Droschkenkutscher im New Yorker Central Park nehmen etwa das Doppelte, bei den berühmten Wiener Fiakern kostet die gleiche Leistung sogar bis zu 140 Euro. Trotzdem hofft der Pferde-Taxi-Initiator, mit der Idee gutes Geld zu machen.

Buntes Eis

Eine Touristen-Attraktion besonderer Art bietet der im Zillertal weithin bekannte Wurzen- Max in Ramsau. Während in den Sommermonaten seine geschnitzten und mit skurrilen Gesichtern versehenen Baumstümpfe und Wasserspiele Tausende Urlauber anlocken, schafft er im Winter eine zusätzliche Attraktion: Den verschiedenen Springbrunnen und Mini- Wasserfällen auf seinem Gelände werden Farbstoffe zugesetzt, die nach dem Gefrieren wunderschöne farbige Eisgebilde ergeben. Wer nur im Sommer zugegen sein kann, hat die Möglichkeit, die prächtigen Farb-Eis-Gebilde auf Postkarten zu bewundern, die dem cleveren Familienunternehmer einen zusätzlichen Umsatz bringen.

Geld mit Jordan-Taufwasser

In eine Eurotlücke glaubt der Bochumer Wolfgang Lützenberger gestossen zu sein. Er importiert aus Israel “Original”-Jordan-Taufwasser. Es wird an der Stelle abgefüllt, an der Jesus dem Vernehmen nach von Johannes getauft wurde. Die Echtheit des Wassers, das in kleinen Amphoren angeboten wird, ist von einem Priester in einem beigefügten Zertifikat testiert. Der Preis des geschichtsträchtigen Wassers beträgt stolze 85 Euro pro Amphore und beinhaltet eine Spende für die christlichen Kirchen in Israel. Die bereits an anderer Stelle erwähnten Israelis, die ebenfalls testiertes Jordanwasser in kleinen Anhängerflaschen exportierten, waren da bedeutend billiger. Sie verlangten pro Flasche inklusive Zertifikat “nur” je Stück einen Dollar. In den USA werden diese “heiligen Wässerchen” jedoch dann zum zehnfachen Preis gehandelt. Neben dem Jordanwasser bot die (uns bekannte) Firma auch noch echten Schmuck aus den ehemaligen Bergwerken des Königs Salomo an.

Hautbemusterungsidee

Eine französische Firma für Badeanzüge verkauft erheblich mehr ihrer Freizeit-Textilien als früher durch eine besondere Idee, die jeder von uns gehabt haben könnte. In die Kleidungsstücke werden spezielle Muster eingeschnitten, die sich nach intensiver Sonnenbestrahlung auf der Haut als braune Gegenstücke zu den noch weissen Körperteilen wiederfinden. Die Motive: kleine Herzen, Sterne oder Kleeblätter sind als Hautschmuck sehr begehrt und kommen besonders bei jungen Leuten immer mehr in Mode.

Schutz gegen Mini-Röcke

Gewissermassen mit “Sichtblenden” bietet eine Firma aus Glasgow (England) Schreibmaschinentische an. Die Sichtblenden bestehen aus Vorhängen, die die freie Sicht auf die Beine der Schreibdame verwehren. Der Werbe-Kommentar zu diesem Angebot: “Damit gehen keine wertvollen Arbeitsstunden durch ablenkende Betrachtungen verloren!” Hier bietet sich der Gedanke an, auch an bereits bestehenden Tischen mittels einfach anzubringender Gardinenschienen nachträglich “Beinvorhänge” zu montieren. Manch ein Bürochef wird diesem Gedanken aufgeschlossen gegenüberstehen. Eine andere Schreibtisch-Idee verwirklichten übrigens zwei Stenotypistinnen. Da sie nicht wussten, wo sie während ihrer Arbeitszeit ihre Handtaschen lassen sollten, schlugen sie vor, an der Seite der Schreib- und Schreibmaschinen- oder Bildschirmtische Haken anzubringen. Da die Idee erst in einem begrenzten Bereich realisiert wurde, besteht noch die Möglichkeit, daraus etwas zu machen.

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