Ein bisschen SEO muss sein
SEO = Search Engine Optimization
Der heilige Gral des Gefundenwerdens im Internet heißt nach wie vor Suchmaschine. Dass dies kein großes Geheimnis ist, weiß wohl jeder, aber zu beginn erst einmal etwas Statistik, damit du die Wichtigkeit der Suchmaschinen auch tatsächlich erkennst.
Gut 96% der Internetbenutzer verwenden Suchmaschinen regelmäßig um nach Inhalten im weltweiten Datennetz zu suchen. Dabei ist vor allem im deutschsprachigen Raum interessant, dass gut 90% der Online-User für diese Suche Google verwenden. Wiederum gut 90% dieser Suchenden klicken auf die Einträge der ersten Suchergebnisseite. Google nimmt dabei eine derart marktdominierende Stellung ein, dass sogar andere Suchmaschinen und Verzeichnis-Dienste auf die Ressourcen von Google zugreifen um sie deren Usern zur Verfügung zu stellen.
Wie du siehst wird dir eine gute Platzierung in den Suchergebnissen von Google und Co nicht nur einen entsprechend hohen Traffic bescheren. Besonders die Qualität deiner Besucher, die du über Suchmaschinen bekommst ist so hoch wie kaum bei einer anderen Form der Internetwerbung. Diese Besucher haben ja gerade nach genau dem gesucht, das du anbietest. Die thematisch korrekte Indexierung durch die Suchmaschinen vorausgesetzt.
Um zu erreichen, dass deine Seiten nicht nur zum jeweiligen Thema des Projektes richtig eingereiht werden, sondern auch einen guten bis sehr guten Platz im Ranking erhalten gilt es einiges zu beachten. Viele Fehler können gemacht werden, die nicht nur deine Bemühungen um eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen wirkungslos verpuffen lassen können. Es gibt auch durchaus Fehler, die derart negativ gewertet werden können, dass deine Seite mit purer Absicht schlecht bis oft gar nicht gelistet werden. Der größte Fehler den man überhaupt machen kann ist Spaming. Um dir an dieser Stelle auch gleich zu verraten, was Google so alles überhaupt nicht mag, hier die "Pfui-Liste" nach eigenen Angaben von Google.
1. Versteckte Texte (Hintergrund und Text in der selben Farbe)
2. Versteckte Links
3. Absichtliche Wortwiederholungen (Keyword-Spaming)
4. Irreführende Schlüsselbegriffe
5. Cloaking
6. Irreführende Weiterleitungen
7. Doppelte Seiten
8. Tippfehler-Domains
9. Verlinkungen mit "unseriösen" Seiten
10. Inhaltslose Brückenseiten
11. Domains mit identischen Inhalten
12. Subdomains mit identischen Inhalten
13. Second-Hand Domains mit Porno-Inhalten
14. Überlange URLs mit vielen Keywords
15. URLs mit vielen Trennzeichen (-)
16. Poison Words (Casino, Sex, Gossensprache)
17. Zu viele Keywords (Keyword Stuffing)
18. Inhalte in Flash, PDF, Frames
19. Unsichtbare Links oder Single-Pixel-Links
20. Zu viele irrelevante Keywords
Wer diese Tricks und Techniken anwenden möchte, sollte lieber davon absehen, denn Google bestraft Schummeln mit schlechterer Positionierung bis zum Rauswurf aus dem Index! Also nichts übertreiben und vor allem Qualität vor Quantität stellen. Dies spart dir nicht nur Startschwierigkeiten, unnötige Mühen und kostbare Zeit, sondern sorgt auch für mehr Erfolg und bessere Ergebnisse bei den Umsätzen.
Generell gilt auch, genauso wie es das im "normalen" Leben tut, anders zu sein als alle anderen. Denn nur das hebt dich von der Masse ab und macht auch dich (und dein Projekt) zu etwas besonderem. Auch Suchmaschinen sehen das mittlerweile so, deshalb hilft es zum Beispiel auch überhaupt nichts Teile von anderen Seiten (z.B. die Meta-Tags) zu klauen um sie anschließend in die eigenen Seiten einzubauen. Auch der Faktor Zeit spielt eine wichtige Rolle. Der Stellenwert einer Homepage steigt auch mit ihrem Alter und der Anzahl der Besucher, die sie über die betreffende Suchmaschine erhalten hat. Gut Ding braucht eben Weile.
OnPage-Optimierung
Eine besondere Disziplin der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt sich mit dem eigentlichen Inhalt der Seiten selbst. Die Navigation durch deinen Internetauftritt sollte nicht nur einfach und übersichtlich sein, sondern nach Möglichkeit aus reinen Textlinks bestehen, da es nur diese den Suchmaschinen so leicht, wie möglich machen, alle deine Projektseiten zu indexieren. Zusätzlich zu der Navigation aus Textlinks solltest du auch unbedingt Sitemaps in deine Seiten einbauen. Eine Sitemap ist nichts anderes als eine einfache Unterseite deines Projektes mit einem Inhaltsverzeichnis, einer Auflistung aller Seiten deines Projektes ebenfalls wieder in Form von Textlinks. Es gibt aber zwei Arten von Sitemaps, verwende bitte beide. Die eine Art eine Sitemap einzubauen, habe ich ja soeben beschrieben, daneben gibt es aber noch eine weitere, eine so genannte XML-Sitemap. Diese kann recht einfach erstellt und anschließend manuell bei Google zur Indexierung eingereicht werden. Verwende dazu die Google Webmaster-Tools, sie sind kostenlos und Google sagt dir hier ganz genau was er von dir haben will - gibt's ihm damit er nur ja zufrieden ist mit dir!
Achte darauf, vermehrt Text anstatt Grafiken zu verwenden, da diese von den Suchmaschinen (noch) nicht gelesen werden können, ihr Inhalt bleibt ihnen weitgehend verborgen. Da Suchmaschinen aber in der Regel immer noch den alternativen Text der beim Einfügen von Grafiken für diese eingegeben werden kann auslesen, bietet dies eine weitere Möglichkeit die Relevanz durch aussagekräftige Alternativtexte (rot dargestellt) weiter zu erhöhen.
<img src="http://meine-seite.com/waschmaschine.jpg" alt="billige waschmaschine">
Die Kunst dabei, ist es die so genannten "Keywords" (Schlüsselwörter) in deinen Seitentexten einzubinden ohne, dass dies von deinen menschlichen Besuchern und den Suchmaschinen als störend empfunden wird. Vor allem zu Beginn, in der Mitte und am Ende deiner Seite (wird immer von oben nach unten gesehen) sollten die wichtigsten drei bis fünf Schlüsselwörter im Text vorkommen. Hier gilt es ebenfalls wieder sparsam vorzugehen. Eine konstante Keyword-Dichte von 3% bis 5% (also 3 bis 5 Keywords pro 100 Wörtern Text) reicht dabei völlig aus, um gute Ergebnisse zu erzielen und nicht als Keyword-Spamer angesehen zu werden. Es ist auch sehr sinnvoll Textformatierungen zu verwenden, die den Stellenwert des angezeigten Textes erhöhen. Beispiele sind hier Formatierungs-Tags wie etwa jene für Überschriften und Fettdruck. Die meisten Programme zum Erstellen von Internetseiten unterstützen diese Formatierungs-Optionen standardmäßig, hier einige Beispiele.
Einige Text-Formatierungs-Tags in HTML (auch XHTML):
<h1>Überschrift 1</h1>
<h2>Überschrift 2</h2>
<b>Fettdruck</b>
<i>Kursiv</i>
Überschriften gibt es nach Wichtigkeit geordnet von <h1> bis <h6>, <h1> hat dabei aber aufgrund von zahlreichem Missbrauch mittlerweile nicht mehr den höchsten Stellenwert. Nutze daher Überschriften von <h2> bis <h6> - aber sparsam, um nicht wieder den Verdacht des Missbrauchs zu erwecken. Die hier beschriebenen Gestaltungs-Tipps sind sehr wichtig, da sie den Suchmaschinen dabei helfen, den Inhalt und die Relevanz deiner Seiten zu einem bestimmten Thema besser einschätzen zu können. Diese Themen-Relevanz trägt zu einer qualitativ hochwertigeren und besseren Reihung deiner Seiten in den Suchergebnissen bei. So ist die Chance wesentlich höher, dass mögliche Besucher die bereits Interesse am entsprechenden Thema gezeigt haben dein Projekt leichter finden und besuchen werden.
Keywords und Meta-Tags
Hier siehst du ein Beispiel für Meta-Tags:
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.0 Transitional//EN">
<html>
<head>
<meta name="title" content="TITEL DER SEITE">
<meta name="description" content="BESCHREIBUNG DER SEITE">
<meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=windows-1252">
<meta name="keywords" lang="de" content="KEYWORD,KEYWORD,KEYWORD">
<title>NOCHMALS DER TITEL DER SEITE</title>
</head>
Im Internet findest du eine Menge guter Meta-Tag-Generatoren, die dir völlig kostenlos die Erstellung deiner Meta-Tags abnehmen, du musst sie anschließend nur noch in deine Seiten einfügen. Um thematisch passende Wörter und Phrasen zu finden, gibt es ebenfalls kostenlose Dienste im Internet. Am besten die Ergebnisse miteinander vergleichen. Beachte jedoch, dass du deine Meta-Tags nicht mit Keywords überfüllst, die Suchmaschinen werten dies mittlerweile auch als Spam, was sich nicht unbedingt positiv auf die Platzierung deines Projektes in den Suchergebnissen auswirken wird. Auch ist es ratsam, für jede einzelne Unterseite, neben maximal 2-3 Haupt-Keywords maximal 1-2 zur Unterseite themenspezifisch passende Zusatz-Keywords zu verwenden. Dies ergibt maximal 5 Keywords pro Seite. Auch wird den Meta-Tags bei der Indexierung durch Suchmaschinen heute nicht mehr der alte hohe Stellenwert zugeordnet, als es das früher einmal war. Heute achten Suchmaschinen mehr auf den tatsächlichen Inhalt der Seiten.
Zusätzliche Dateien am Webserver
Eine robots.txt-Datei sollte im obersten Verzeichnis deines Webspace nicht fehlen. Suchmaschinen suchen standardmäßig nach ihr, denn sie enthält Anweisungen darüber, welche Seiten deiner Homepage von ihnen indexiert werden sollen. Dabei handelt es sich um eine einfache Textdatei. Hier der Inhalt einer solchen robots.txt als ein einfaches Beispiel welches den Suchmaschinen erlaubt, alle Inhalte deiner Homepage zu indexieren und den Suchmaschinen auch gleich den Pfad zur XML-Sitemap zeigt.
User-agent: *
Disallow: /irgend-ein-ordner/
Sitemap: http://deine-seite.com/sitemap.xml
Doorway- und Landingpages
Doorways sind Unterseiten deiner Homepage, die dazu verwendet werden um ein ganz bestimmtes Schlüsselwort auf die erste Seite der Suchergebnisse zu bringen. Dabei zeigt eine Doorway-Page aber nur ihre Wirkung wenn die (eigentliche) Spam-Absicht die dahinter steckt nicht erkannt wird. Nur wenn sie nach den nun bereits bekannten Richtlinien aufgebaut ist bringt sie auch den gewünschten Erfolg. Doorway-Pages sollten unbedingt direkt in dein Projekt integriert werden. Ein guter Trick der Tarnung einer solchen Seite ist es, größere Texte auf den Hauptseiten, die idealer Weise das spezielle Keyword behandeln, auf eine kurze Zusammenfassung zum jeweiligen Thema zu reduzieren um anschließend den berühmten "mehr ..." Link einzufügen.
Dies dient nicht nur der besseren Übersichtlichkeit sondern hilft auch Ladezeiten kurz zu halten. Teile deine Homepage also einfach in mehrere, gut organisierte Einzelseiten auf. Vergiss auch nicht deine Doorways über die Sitemaps mit den anderen Seiten zu verlinken. Es schadet auch auf keinen Fall, wenn du in den Doorways ebenfalls das Navigationsmenü mit einbaust, damit deine Besucher Problemlos dein Angebot genießen können, wenn sie auf einer deiner Doorway-Pages landen. Doorways sollten auf jeden Fall qualitativ hochwertig und informativ mit verhältnismäßig viel Text gestaltet sein um so eine hohe Themenrelevanz zum speziellen Schlüsselwort zu bieten. Je umfangreicher ein Online-Projekt ist, als um so wichtiger wird es (nicht nur) von den Suchmaschinen bewertet.
Ein zusätzlicher Nutzen solcher Doorway-Seiten ist es, sie auch gleich als Landing-Pages verwenden zu können. Landing-Pages sind den Doorways ohnehin sehr ähnlich. Möchtest du zum Beispiel Google AdWords nutzen um deinem Projekt Anfangs etwas unter die Arme zu greifen, ist es besonders hilfreich für jedes einzelne Keyword eine entsprechende Landing-Page anzugeben. So lässt sich der Erfolg der einzelnen Schlüsselwörter in AdWords messen und der Einsatz dieses zwar kostenpflichtigen aber ansonsten recht guten Werbe-Tools sehr leicht optimieren.